dü müesch hitu deheimu blibu
Sind wir ehrlich - kei Chatz zeigt sich bei diesen Temperaturen freiwillig in der grossen Hitze. Ausser mein Hund (und ich). Man könnte meinen, dieses Fellknäuel sei mit Klimaanlage geboren: will der nid im Äruscht mittags nach draussen, um sich auf den Rasen in die Bruthitze zu legen und dann gröbstens hechelnd irgendwann wieder aufzutauchen- hösch bizi Sunna tanku gäll.
Doch eine macht ihm da immer gewaltig einen Strich durch die Rechnung - das Frauchen. “Der Asphalt ist zu heiss für die Pfoten, die Sonne zu direkt, das Wasser unterwegs zu knapp oder der Rucksack zu klein, um für uns beide das Reservoir mitzuschleppen”, dies nur einige der Gedanken meinerseits (für Sonnenanbeter/Hund Yaro natiirli nur bligi Üsredu). Und so lasse ich ihn im Moment halt allen für die längeren Touren… deheimu.
Uh dieser Blick dann jeweils: “Hast du wirkli z Gfühl ich merks nicht, dass du dich davonschleichst?” oder “Bisch der ganz sicher, dass ohni mich in d wiit Wält willt gah?” oder vielleicht sogar “Hast du eine Fell-Affäre?” Wenn mich diese treuen Augen mit dem Hundeblick classique anschauen, dann wirds schon bisschen eng ums Härzji. Und dann kommt es vor, dass ich mich auf der anderen Hausseite versuche aus (oder aktuell in) dem/n Staub zu machen.
Und so habe ich das letztens auch probiert. Schön unauffällig bin ich ohne Rucksack und Schuhe durch die Wohnung getäppelet, um mich dann hinten raus zu schleichen und ohne schlechtes Gewissen zu verduften. Ein Getue mit Geheimnistuerei, hier dann doch noch Rucksack und da noch Regenjacke für den schlimmsten Fall (siehe Gewitterspektakel). Nur in einem Punkt war ich mir hundertpro sicher: der Hund hat nichts mitgekriegt und liegt entspannt auf seiner Matte.
Denkste! Oder besser gesagt “Aber Hallööchen” hat sich der Vierbeiner wohl gedacht. Schüst als ich den Rückwärtsgang ganz entspannt (ja das ist jetzt wohl etwas schöngeredet) reinklöpfen wollte, entdeckte ich da etwas kl-Eingerolltes neben dem Beifahrersitz. Er schaute mich nicht mal an, so bedacht war mein Buddy auf vier Pfotini darauf, nicht aufzufallen und somit nicht aus dem “Karren geworfen” zu werden.
Ja da konnte sogar mein zäches Lederherz nicht länger hart bleiben. Als hätte ich nichts anderes vorgehabt, sagte ich: “Ah dü öi hie, scho deicht dü wellesch nid mit” und stieg nochmals ruckizucki aus, um ein paar Gudeli, Wasserplus und Sackini (seht ihr jetzt welcher Umparang) in den Rucksack zu quetschen. Los gings - à deux.
Das Türli war dann wunderbar, und vielleicht schwant es schon der/m ein oder anderen: es war heiss - bis der Platzregen kam. Natürli hat das dem Fido nichts ausgemacht. Das einzige Jammereisen war das auf zwei Beinen - ich.